Projekt Fertighaus

Mehr Licht: Dachfenster, bitte!

Und noch so eine Änderung, zu der wir uns erst nach einige Wochen entscheiden konnten: wir hätten gerne Dachfenster, so dass es auch unter dem Dach richtig schön hell wird. Das jeweils einzige bodentiefe Fenster in den Dachzimmern war uns dann doch nicht genug.

In der Fertighausausstellung in Bad Vilbel hatten wir die Helligkeit der Dachzimmer schon kritisch beäugt. Nach dem Gespräch mit dem Architekten riet uns dieser allerdings von Dachfenstern ab und empfahl stattdessen, breitere normale Fenster (statt bodentiefe Fenster) in die Stirnseiten der Zimmer einzubauen. Das wäre günstiger und würde letztendlich für eine gute Lichtausbeute genügen.

Was natürlich stimmt ist die Sache mit dem Preis. Leider liebt meine Freundin aber bodentiefe Fenster, so dass von Seiten der Regierung hier keine Kompromisse zu erwarten waren. Damit hätte es aber in den Dachzimmern — immerhin Räume zwischen 12 und 16 m² mit Dachschrägen — nur dieses eine Fenster gegeben. Nach Süden mag das noch funktionieren, aber nach Norden? Gegen Dachfenster sprachen für uns auch anfänglich die Isolierung (Fenster sind nun einmal Wärme- bzw. Kältebrücken), der Lärm, wenn es einmal richtig stark regnet, und die fehlende Möglichkeit zur Abdunkelung.

Nach einiger Recherche und Besichtigungsterminen bei Freunden konnten wir aber alle drei Punkte entkräften: gut isolierende Fenster (dreifach verglast, wie Sie Frick Haus standardmäßig verbaut) kommen auf einen sogenannten „U-Wert“ von unter 0,95 W/m²K (wichtig für die KfW-Förderung bei Niedrigenergiehäusern). Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient eines Fensters, wobei das Fensterglas selbst meist deutlich besser abschneidet als der Rahmen, über den ein nicht unerhebliches Maß an Wärme ausgetauscht wird. Wichtig (und maßgeblich für die Förderung) ist dabei immer der Koeffizient des Gesamtsystems.

Entsprechend isolierte Fenster haben, wenn es sich zudem um Sicherheitsglas handelt (ratsam, wenn höhere Bäume in der Nähe stehen), auch kein Lärmproblem bei starkem Regen, und selbst wenn: wie oft schüttet es über längere Zeit wirklich so stark? Ich persönlich mochte Regen auf Dachfenstern auch schon gern, als doppelte Verglasung noch als luxuriös galt. :)

In Sachen Abdunkelung gibt es auch viel mehr Möglichkeiten, als wir zunächst gedacht hatten: von der integrierten Jalousie bis hin zum lichtdichten Rollo ist alles schon ab Werk verfügbar. Was genau wir uns aussuchen werden und wieviel es dann letztendlich kostet, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt berichten. Wichtig für den Moment ist erst einmal: wir sagen ja zu Dachfenstern und freuen uns auf mehr Licht im Dachgeschoss — und auf einschlafen unter dem Sternenhimmel bzw. gewittergucken im Sommer. :)