Projekt Fertighaus

Die Finanzierung fürs Fertighaus steht!

Mit DSL-Bank und BHW zum Traumhaus

Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es endlich soweit: die Finanzierung steht, dem Notartermin zum Kauf des Grundstücks steht nun nichts mehr im Wege! Zum Schluss hatten wir sogar die Qual der Wahl zwischen drei möglichen Anbietern, nachdem der Anfang eher schleppend verlief und uns schon leise Zweifel kamen, ob wir es überhaupt schaffen.

Ein Gutes hatte die lange Zitterpartie: das aktuelle Angebot stellt eine 100%-Finanzierung zu rund 3% Effektivzins sicher, und das ist bei einigen hunderttausend Euro schon eine Ansage. Die DiBa — bis zum Schluss ebenfalls im Rennen — hätte „nur“ eine Finanzierung zu ca. 3,4% ermöglicht, was zwar immer noch gut, aber eben fast ein halbes Prozent teurer gewesen wäre als das, was uns nun zur Verfügung steht. Der DiBa kann ich eine sehr gute Beratung und eine sehr unkomplizierte Zusammenarbeit attestieren; ich hätte mir gut vorstellen können, auch die DiBa als Finanzierungspartner an der Seite zu haben. Allerdings ist die Kombination mit einem Bauspardarlehen hier von Haus aus nicht möglich. Ist diese Kombination gewünscht, muss der Kunde sich selbst darum kümmern.

Zweiter im Bunde der möglichen Kreditgeber war die Frankfurter Volksbank, was uns sehr gefreut hat. Hier hat sich die Nähe zum Bauplatz und die Nähe zu den Menschen ausgezahlt. Die Frankfurter Volksbank warb ausdrücklich mit ihrer ganzheitlichen Beratungsphilosophie, und in der Tat erlebten wir hier das ausführlichste und gründlichste Beratungsgespräch. Der Filialleiter und sein Stellvertreter nahmen sich viel Zeit und machten uns ein Angebot, das nur einen einzigen Haken hatte: wir hätten unsere (aus Bankensicht immer noch voll beliehene) Eigentumswohnung verkaufen müssen, um kreditwürdig zu sein. Das Risiko eines Mietausfalls zusammen mit der in ein paar Jahren erwarteten hohen Anschlussfinanzierung zu rechnerisch 8% (!) wurde als zu hoch eingeschätzt. Damit hatten wir natürlich Bauchschmerzen — wie schon in diesem Artikel beschrieben rechnen Banken ihre potenziellen Kunden gerne schlecht, und wir waren und sind der Meinung, dass wir sowohl das Risiko der Vermietung tragen können, als auch das der Anschlussfinanzierung. Ein Zinsniveau von 8% erscheint dann doch, selbst erst in einigen Jahren, ziemlich extrem.

Als „weißer Ritter“ erschien dann kurzfristig dank unseres neuen Beraters die DSL-Bank (hat nichts mit Internet zu tun ;) und die BHW Bausparkasse auf der Bildfläche. Unser Berater zauberte dabei ein Angebot aus dem Hut, das aus einer Finanzierung über die DSL-Bank besteht, das nach zehn Jahren über ein Bauspardarlehen der in etwa gleichen Höhe abgelöst wird, für das nun angespart wird. Das macht den Löwenanteil aus; hinzu kommen die KfW-Förderprogramme 153 (Energieeffizient bauen) und 126 (Wohneigentumsprogramm) zu je 50.000 Euro und ein kleiner Kredit, damit die Hauptfinanzierungssumme nicht zu hoch ausfällt. Dieser enthält auch eine Tilgung, die zu einer kompletten Abbezahlung innerhalb von sieben Jahren führt, während die KfW-Darlehen 30 Jahre laufen und das Bauspardarlehen entsprechend so lange, bis auch dieses abbezahlt ist. Wohnriester ist hier erst einmal nicht enthalten. Zwar würde das noch einmal die monatliche Belastung senken, weil die aktuellen Riesterbeiträge dann in den Bausparvertrag einfließen würden, aber damit hängt viel Altersvorsorge an einer Immobilie… und ob das so gut ist muss ich mir noch überlegen. Vielleicht besteht später noch die Möglichkeit, den Bausparvertrag zu „verriestern“.

Ein großes Lob gebührt dem Berater, der hier — ungleich seines Kollegen, mit dem wir am Anfang die Finanzierung versucht haben — innerhalb kürzester Zeit und mit sehr viel Gespür für das Wesentliche eine für uns perfekte Finanzierung gezaubert hat. Vorbildlich war dabei auch die Kommunikation; die Informationen gelangten sofort zu uns, und die Bearbeitung erfolgte sehr zügig. Natürlich sind wir auch der DSL-Bank und der BHW dankbar, dass sie dieses nicht ganz risikolose Unterfangen begleiten und auf Jahrzehnte unsere Partner sein werden. In gewisser Weise bindet man sich ja schon fürs Leben beim Bau eines Fertighauses, wenn man es nicht gerade aus der Portokasse bezahlen kann. Die DSL-Bank und die BHW gehören übrigens beide zur Postbank, was insofern witzig ist, als dass wir uns nie haben träumen lassen, einmal mit der Postbank zusammenzuarbeiten, nachdem deren Konditionen im normalen Bankgeschäft nicht so wirklich überzeugen können. So aber wurden wir angenehm überrascht.

Als nächstes steht nun kommende Woche der Notartermin zum Grundstückserwerb auf dem Programm, und dann nehmen wir uns mit Frick Haus und dem Architekten noch einmal den Grundriss und die Hausplanung vor.