Projekt Fertighaus

Der endgültige Grundriss

Für den Bauantrag muss der Entwurf festgeschrieben werden

Kaum ist die Finanzierung unter Dach und Fach, nimmt die ganze Sache Fahrt auf: der nächste Meilenstein ist der Bauantrag, für den der Grundriss nun final feststehen muss. Mit Berücksichtigung aller Änderungen steht dann auch der endgültige Hauspreis fest.

Der finale Grundriss wird vom Architekten erst dann erstellt, wenn der Vertragsvorbehalt ausgeräumt worden ist. Dabei handelt es sich um eine Klausel am Ende des Werkvertrages, der es dem Bauherrn erlaubt, bei unerwarteten Problemen noch aus dem Vertrag herauszukommen, auch wenn dann üblicherweise die bis dahin entstandenen Kosten berechnet werden. Da bei uns die Finanzierung bis vor Kurzem noch nicht stand, wollten wir auch nicht den Auftragsvorbehalt ausräumen, was wiederum dazu führte, dass der Architekt — in Absprache mit Frick — den finalen Grundriss nicht erstellen wollte oder durfte.

Jetzt, da der Werkvertrag für das Fertighaus gültig ist und wir nicht mehr aus der Nummer herauskommen ;), geht es dafür mit Riesenschritten voran. Unser Architekt war bei uns zu Besuch und besprach noch einmal alle Änderungen mit uns im Detail, die wir in den letzten Wochen angefragt hatten. Leider wussten wir nicht, welche Kosten jetzt damit verbunden sein würden. Überhaupt ist diese Intransparenz das größte Problem für den Bauherrn: alles muss vom Werk separat kalkuliert und an den Auftraggeber zurückgemeldet werden; was genau wieviel kostet ist nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. Diverse Abhängigkeiten (z.B. Einzug eines Stahlträgers für die Statik) sind für den Laien allerdings auch nicht ersichtlich, so dass kleine Änderungen teuer sein können, während das Versetzen einer Wand unter Umständen ein Kinderspiel ist oder sogar Kosten sparen kann.

Immerhin: wir haben auch deshalb Frick Fertighaus als Hersteller gewählt, weil Frick den Bau und die Lieferung des Gebäudes zum Festpreis garantiert. Mit den Änderungen haben wir auch Klarheit bekommen, was nun auf uns zukommt: ca. 4000 Euro an Mehrkosten. Darin sind u.a. vier Dachfenster enthalten, die alleine schon nicht ganz billig sind.

Und noch eine Änderung gibt es: wir werden das Dach spitzer auslegen als zunächst geplant. Im Originalentwurf des Grundrisses waren 37° Dachneigung geplant, aber da wir keinen Keller bauen werden, sind wir für jedes Bisschen Stauraum dankbar. Die Anhebung der Neigung auf 45° bringt uns ca. 60cm mehr Firsthöhe, damit mehr Platz in den Zimmern im Dachgeschoss und — ganz wichtig — auch mehr Platz auf dem Dachboden für die Aufbewahrung. Hier fallen leider noch einmal ca. 5000 Euro Mehrkosten an. Wir haben lange überlegt, ob wir unsere Reserven jetzt schon für solche Dinge einsetzen wollen. Allerdings lässt sich beim fertigen Haus kaum noch das Dach grundlegend ändern (zumindest nicht ohne entsprechende Kosten). Deshalb werden wir das Geld schweren Herzens investieren, auch wenn das bedeutet, dass wir bei den Aussenanlagen vermutlich Abstriche werden machen müssen.