Projekt Fertighaus

Stromgenerator vom Geräteverleih Wetterau

Kein Strom am Bau - was tun?

Anruf vom Elektriker: auf der Baustelle gibt es keinen Baustrom, weil die Syna schon die Verteilerpunkte abgebaut hat. Die Alternative zur mehrere tausend Euro teuren Freileitung: Strom zum selbermachen. Das ist gar nicht so einfach — gäbe es da nicht die Profis vom Geräteverleih Wetterau.

Es gibt Dinge, die gibts gar nicht: wieso baut die Syna GmbH als lokaler Stromversorger in einem Neubaugebiet schon ihre Stromverteiler ab? Zwar gibt es noch Anschlusspunkte, aber die sind nun weit weg — zu weit, wie sich herausstellte. Der Elektriker unseres Vertrauens, Herr Dippel, rief uns am Dienstag mit der Nachricht an, dass die Syna Baustrom leider nur bereitstellen kann, wenn wir eine Freileitung legen lassen würden. Grund: der nächste Verteiler ist 150m entfernt, und dazwischen liegen zwei Straßen, die mit dem Stromkabel überspannt werden müssten. Dazu braucht es spezielle Masten und — neben den Kosten — noch vier Wochen Vorlauf. Die haben wir natürlich nicht, denn das Haus kommt schon morgen!

Was also tun? Der Elektriker empfahl, die Nachbarn um Hilfe zu bitten, da Frick Haus 220V und max. 16A benötigt – also das, was eine haushaltsübliche Steckdose eigentlich hergeben sollte. Allerdings sollte man Zugang zum Sicherungskasten haben, und da zweifelten wir doch, ob das die beste Idee für unsere Nachbarn in Spe ist. Somit war klar: ein Generator muss her.

Nur welcher? Wieviel Leistung? Was für Eigenschaften? Eine Tour durch die Baumärkte in der Nähe half auch nicht weiter, da die meisten Stromgeneratoren dort nicht für elektronische Geräte (wie z.B. Akkuladegeräte, die die Handwerker brauchen) geeignet sind, weil Spannungs- und Phasenschwankungen auftreten. Offenbar braucht man dafür sogenannte Inverter, die den Strom sauber modulieren können. Nur: in den meisten Baumärkten gibt es die nicht, und wenn, dann mit zu wenig Leistung. 2kW sollten es minimal sein, wenn man z.B. ein Mörtelrührgerät betreiben und nebenbei noch ein paar Akkus laden will. Zumindest hoffen wir, dass das reicht. Zum Glück ist es jetzt schon lange hell, so brauchen wir wenigstens keine zusätzliche Beleuchtung…

Als ich am Samstag immer noch nicht fündig geworden war, griff ich zum letzten Strohhalm: diverse Firmen verleihen Geräte für Bau und Garten, vom ausgewachsenen Bagger bis zum Rasenmäher — und auch Generatoren. Leider ist das ein recht teures Vergnügen, weil ein Generator mit 5kW schnell einmal 50 Euro kosten kann — pro Tag.

Bei meinem Versuch, einen Inverter zu finden, stieß ich nach etlichen Fehlversuchen schließlich auf den Geräteverleih Wetterau in Bad Nauheim — und nach einem kurzen Anruf stand fest: es gab dort einen 2kW Inverter zum Leihen! Noch eine Stunde bis Ladenschluss sind von Bad Homburg bis Bad Nauheim zum Glück kein Problem. Vor Ort wurde ich gleich in die lokalen Gebräuche eingeführt, als ich „wegen des Generators“ nachfragte — mir wurde erklärt, in der Wetterau hieße das „wegen dem Generator“. :D In Zukunft weiß ich also, wie ich mich als Taunusbewohner unerkannt unter das Wetterauvolk mischen kann — wegen „dem Taunus“ falle ich dann nicht mehr auf. :p

Kipor IG2000 Generator Inverter vom Geräteverleih Wetterau

Unser Baustellenretter: der Inverter Generator IG2000 von Kipor, gekauft beim Geräteverleih Wetterau

Zurück zum Generator: Leider brauchen wir das Gerät aber geschätzte vier Wochen, und das wird — trotz des moderaten Preises eines Inverters gegenüber dem eines großen Generators — richtig teuer (mind. 400€, wenn nicht mehr). Nach kurzem Gespräch hatte ich dann aber die Möglichkeit, einen anderen Inverter käuflich zu erwerben, den der Geräteverleih Wetterau (GVW) noch verfügbar hatte. Preislich liegen wir damit zwar etwas über dem geschätzten Bedarf, aber andererseits: wenn es dann doch länger dauert, habe ich lieber einen Stromerzeuger, bei dem ich mir keine Gedanken machen muss, wenn er noch ein paar Tage länger gebraucht wird. Natürlich hoffe ich, dass ich nicht die Katze im Sack gekauft habe, aber den Eindruck machte mir der Geräteverleih Wetterau eigentlich nicht, und der Inverter (Kipor IG2000) schnurrte bei den Testläufen wie ein Kätzchen. Für uns jedenfalls war der Kauf des Generators sicher die bessere Wahl, und wenn wir ihn nicht mehr brauchen, können wir ihn immer noch weiterverkaufen. Im Baugebiet dürfte es spätestens dann Bedarf geben, wenn die nächsten Nachbarn bauen und auch vor dem Stromzulieferungsproblem stehen. :)

Wir halten Euch auf dem Laufenden, ob der Generator funktioniert und den Strombedarf auf der Baustelle decken kann. Falls nicht, wird es morgen auf jeden Fall… interessant. Ein herzliches Dankeschön nochmal an das Team vom Geräteverleih Wetterau — ohne Euch hätten wir morgen ziemlich alt ausgesehen!