Projekt Fertighaus

Fleißige Gartenbauer im Einsatz

In kurzer Zeit entstehen die wesentlichen Teile der Außenanlage

Nachdem zwischenzeitlich alles rundum nur noch aus aufgewühlter Erde bestand, nimmt der Garten langsam Formen an. Für nachträgliche Aha-Momente sorgt die Elektrik.

Erst einmal Ordnung schaffen

Einebnen des Geländes

Alles raus, was da nicht hingehört, und Platz schaffen für Neues! Hier sieht man schon die Randsteine zur Straße, die den Rasen einfassen werden. Rechts entsteht der Stellplatz.

…haben sich die Hammerschlag-Leute vermutlich gedacht, als sie unser Grundstück gesehen haben. Zunächst wurde deshalb die überflüssige Erde abgefahren und die Grundstücksgrenzen so weit ausgekoffert, dass L-Steine und Mauerscheiben gesetzt werden konnten. Mittlerweile geht es schon an die Feinarbeit: die Streifen hinter den L-Steinen werden mit Schotter verfüllt, in die im nächsten Frühjahr Pflanzen einziehen werden. Die Steine geben auch den angrenzenden Grundstücksbefestigungen Halt, wobei wir wohl noch etwas weniger grobes Gestein in die Zwischenräume füllen werden. Im Moment sieht das noch zu sehr nach Bahngleis-Schotterbett aus. ;)

Als nächstes hat das Bauuntenehmen Hammerschlag dann die Randsteine für die Wege, die Terrasse und die Stellfläche gesetzt, auf der später der Carport aufgebaut werden soll. Damit alles schön gerade wird und das richtige Gefälle hat, werden zahlreiche Schnüre über das Grundstück gespannt, an der die Steine dann im Betonbett ausgerichtet werden. Zwischendurch muss man deshalb ein wenig akrobatisch veranlagt sein, wenn man bis zur Haustür vordringen will — mit etwas Übung schafft man es dann sogar nachts, ohne sich auf die Banatzel zu legen.

Rechtzeitig über Kabel und Außenbeleuchtung nachdenken

Mauerscheiben und L-Stein-Mauer

Endspurt bei den L-Steinen — in den Zwischenraum kommt Schotter, davor Mutterboden für den Rasen

Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich gerade solche Themen gut im Griff habe. Dennoch habe ich das Thema Beleuchtung bei der Außenanlage mal wieder unterschätzt. Gut, ein bisschen schwierig ist es schon, genau zu wissen, wo welches Kabel hin muss, wenn der Elektriker mit Kabelrolle und Klemmzange vor einem steht und eine Entscheidung möchte. Wir hatten uns damals mit Herrn Dippel darauf geeinigt, dass drei Kabel nach außen geführt werden sollen:

  • Eins für die Gegensprechanlage (nicht vergessen: Türöffner am Gartentor?)
  • Eins für die Wegbeleuchtung (mit Wechselschaltung)
  • Eins für den Carport mit Dauerstrom (Steckdosen und Licht im Carport)

Das ganze wurde dann von Herrn Dippel auch separat besichert. Leider kam dann die Beschriftung der Kabel abhanden, was noch Folgen haben sollte — dazu später mehr. Einen elektrischen Türöffner am Gartentor hielten wir für überflüssig und verzichteten deshalb darauf.

Der Weg ist das Ziel. Hier sind die Randsteine schon vorbereitet, als nächstes kommt ein Splittbett und das Öko-Pflaster.

Der Weg ist das Ziel. Hier sind die Randsteine schon vorbereitet, als nächstes kommt ein Splittbett und das Öko-Pflaster.

Die Kabelführung besprachen wir dann mit dem Hammerschlag-Team, weil das Kabel für die Wegbeleuchtung unter dem Weg verlegt werden und an den richtigen Stellen herausschauen soll, so dass der Elektriker später die Lampen anschließen kann. Leider sollten wir erst später merken, dass sich die angedachte Position der Beleuchtungselemente ein wenig mit dem noch aufzustellenden Zaun ins Gehege kommen sollte…

Noch viel interessanter aber ist die Frage, welche Außenbeleuchtung wie geschaltet werden soll. Um das Navigationsproblem bei Dunkelheit vor der Eingangstür zu beheben, hatten wir die Außenlampen neben der Tür mit Priorität angebracht, nur leider lassen sie sich nicht benutzen — sie teilen sich nämlich den Stromkreis mit der (noch nicht installierten) Wegebeleuchtung. An eine „Nur-Tür-Beleuchtung“ hatten wir nicht gedacht. Auch mit Bewegungsmelder lässt sich das Problem nicht lösen, weil wir dafür hätten Dauerstrom anlegen oder zumindest einen separaten Stromkreis installieren lassen sollen. Im Nachhinein konnte uns Herr Dippel ohne großen Aufwand da auch nicht weiterhelfen, so dass wir jetzt erst einmal auf solarbetriebene Gartenleuchten und Handytaschenlampen ausweichen mussten.

Auch stellen wir jetzt fest, dass wir an strategisch wichtigen Punkten noch Lampen hätten verteilen bzw. Steckdosen installieren sollen. Mal schauen, ob der Elektriker da noch etwas tun kann.

Frischer Boden für den Rasen, offenes Öko-Pflaster für Wege und Stellflächen

Außenanlage vor der Einsaat

Fertig ist die Grundstücksbegrenzung aus Bordsteinen. Die Erde dahinter muss noch gewalzt und eingesät werden. Die Revisionsschächte werden mit Erde überdeckt — man muss sich also die Position gut merken.

Mit den gesetzten Randsteinen ist das Grundstück dann jedenfalls fertig aufgeteilt, so dass die Rasenflächen mit Erde verfüllt werden können. Die Gartenbauer haben dafür noch einmal besseren Mutterboden besorgt, der jetzt verfüllt, dann gewalzt und schließlich mit einer kleinen Maschine eingesät wird. Dann ist der Garten zwar immer noch braun und hat etwas von brachliegendem Feld, aber die ersten Grashalme sollen sich schon in einer Woche zeigen. Wir sind gespannt.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Plan haben wir uns übrigens entschieden, die Stellfläche für die Autos zu verkleinern. Vorgesehen war ursprünglich ein Carport von 6 x 6 Metern plus Schuppen PLUS zwei Stellplätze davor, analog zu unserem Nachbarn auf dieser Gebäudeseite. Die Fläche wäre dann aber so groß geworden, dass die Terrasse mit dem Carport zusammengestoßen wäre und uns viel Fläche für Autos gekostet hätte, die wir gar nicht haben. Also wird die Fläche vor dem Carport nur noch drei Meter tief bei voller Breite, auch wenn wir dadurch ein wenig auf die Garagenwand des Nachbarn schauen. Irgendetwas Nettes wird uns da schon einfallen — zur Not Graffitti.

Die Steine für den Weg und die Stellfläche warten auch schon auf Paletten auf der Wiese gegenüber. Wir haben uns für offenes Öko-Pflaster (10 x 20 cm) entschieden, das so offenporig ist, dass Wasser durch die Steine versickern kann und keine Entwässerung nötig ist (das spart auch Abwasserkosten – leider nicht richtig: die Stadt teilte uns mit, dass die Fläche trotzdem als „versiegelt“ gilt. Begründung: die Poren des Ökopflasters setzten sich mit der Zeit zu).

Passend dazu wird auch der Carport ein „Öko-Carport“ mit begrüntem Dach — das sieht die Bauordnung für unser Wohngebiet vor, wenn wir kein Dach mit einer gewissen Dachneigung bauen. Leider entstehen hierdurch Mehrkosten, weil die Ständer- und Dachkonstruktion so wesentlich stabiler ausgelegt sein muss, damit auch ein schneereicher Winter dem Dach keine Probleme bereitet. In unserem Fall bedeutet das auch, dass die beliebten Rundbögen vorne am Carport nicht eingesetzt werden können.

Im Moment jedenfalls sind wir sehr zufrieden* mit dem Fortschritt, der sich zeigt, und mit dem Tempo, dass die Gartenbauer vom Bauunternehmen Hammerschlag an den Tag legen. Nur an einem wirklich verregneten Tag konnte es nicht weitergehen, aber ansonsten hatten wir bisher Glück und sind gespannt, wie das ganze aussieht, wenn sich das erste Grün zeigt. Das ganze macht schon einen ganz anderen Eindruck als die Unkrautwüste vor drei Wochen…