Projekt Fertighaus

Es werde Licht: Außenbeleuchtung

Ein Beleuchtungskonzept für die Außenanlage

Über die Außenbeleuchtung hätten wir uns viel früher Gedanken machen sollen: wie bringen wir eigentlich aufs Grundstück, und insbesondere den Weg zur Haustür?

Eigentlich hielten wir uns für smart: unter dem Weg zum Haus haben wir in weiser Voraussicht ein Stromkabel verlegt, das separat besichert ist und auch vom Carport aus geschaltet werden kann. Die Idee war, neben dem Weg die Außenbeleuchtung über einzelne Pfostenlampen zu realisieren — nett gedacht, aber leider auch nicht zu Ende.

Das fällt einem spätestens dann auf, wenn man durchs Neubaugebiet spaziert und sieht, was sich andere Häuselbauer für tolle Ideen zur Außenbeleuchtung haben einfallen lassen: Wandstrahler, Leuchtstelen, Punktleuchten, Deckenspots unterm Dach… eigentlich fehlt da nur noch eine Lasershow. Wir möchten gar nicht wissen, wie es hier zu Weihnachten aussieht. ;) Beim Blick in unseren Garten hingegen fällt auf: es ist ziemlich finster. Und das Blöde ist: nachbessern ist nun kaum noch möglich, zumindest nicht ohne erheblichen Aufwand.

Wegbeleuchtung mit LED-Pflastersteinen

Der Weg zum Haus erstrahlt im Licht der LED-Pflastersteine. Schönheitsfehler: wirklich gut wird der Weg dadurch nicht beleuchtet…

Unsere Außenbeleuchtung beschränkt sich derzeit auf zwei Lampen neben der Eingangstür und Lampen entlang des Weges zum Haus und am Rande der Carport-Stellfläche. Nachdem wir ursprünglich Standleuchten verwenden wollten, hatten wir zumindest einen extravaganteren Einfall: LED-Leuchten im Pflastersteinformat (10 x 10 cm). Diese lassen sich einfach anstelle eines normalen Pflastersteins verbauen und ergeben einen schönen Leuchteffekt mit dem einzigen Nachteil, dass sie mehr den Fußgänger beleuchten als den Weg selbst. ;) Aber immerhin: man kommt stilvoll zum Ziel, wenn man einfach dem Licht folgt, und es sieht hübsch aus. Zum Glück hatten wir das Stromkabel zentral unter dem Weg geplant, so dass der Anschluss von mehreren Leuchten (immerhin 10 Stück) anstelle der Pfostenlampen kein Problem darstellte.

Die leuchtenden LED-Pflastersteine machen sich übrigens auf der Carport-Zufahrt als „Taxiway Lights“ besonders gut bzw. beleuchten den weißen Carport sehr dekorativ von unten, ohne zu blenden. Hier legte man(n) dann erstmals selbst Hand an: an einem Tag rupfte ich alle bereits verlegten Pflastersteine in einem schmalen Streifen von insgesamt 12m wieder heraus, um beidseitig die vom Elektriker vorbereiteten Stromkabel im Erdreich zu versenken und die Lampendosen einzufügen. Zum Glück waren noch genug Ersatzpflastersteine übrig, um die Dosen (die ja nur einen „halben Pflasterstein“ lang sind) einzubauen. Das Ergebnis (nach Anschluss der Leuchten durch den Elektriker) gefällt uns sehr, auch wenn ich noch Tage danach schmerzende Knie (trotz Knieschoner), Hände und einen krummen Rücken hatte (komischerweise wird das in den ganzen „do it yourself“-Baumarkt-Werbespots nie erwähnt – der erste Baumarkt, der eine Kooperation mit einem Massagesalon eingeht, wird ein Vermögen machen!).

Abgesehen davon (und zwei Außenleuchten neben der Terrassentür) ist es auf unserem Grundstück aber zappenduster; nach Einbruch der Dunkelheit der Aufenthalt auf dem Rasen mithin nicht mehr zu empfehlen (und ein starker Anreiz dafür, noch bei Tageslicht alles aufzuräumen, was man sonst im Dunklen entweder nie mehr wiederfindet oder worüber man garantiert stolpert). Auch Strom – z.B. für den Betrieb einer Gartenteichpumpe oder den Anschluss von Elektrogeräten irgendwo im Garten – haben wir völlig vergessen. Den Aufwand für eine nachträgliche Installation scheuen wir aufgrund der Kosten. Besonders ungeschickt ist das für die geplante Gartenhütte hinter dem Haus. Hier haben wir zwar schon eine gepflasterte Stellfläche, aber keine Beleuchtungsmöglichkeit (von Dauerstrom ganz zu schweigen).

Könnten wir noch einmal planen, würden wir uns schon zu Anfang mehr Gedanken über die Außenanlage im Allgemeinen und die Außenbeleuchtung im Besonderen machen. Dazu gehört, festzulegen, an welchen Punkten im Garten wir Dauerstrom brauchen, und wo Lampen angebracht werden sollen (separater Stromkreis/Sicherung). Spätestens bei der Hausplanung mit Frick muss das Thema auf den Tisch, da von innen durch die Fassade nach außen geführte Kabel bei einem Fertighaus schon von Frick Haus hätten berücksichtigt werden müssen. Der Elektriker muss ebenfalls wissen, wieviele Leitungen er aus dem Haus nach draußen führen und mit Sicherungen schützen soll – und das direkt am ersten Bautag.

Leider sind Dinge wie die Außenanlage zu Beginn des Bauvorhabens noch unendlich weit weg. Ist ja auch logisch: die Hütte kostet das meiste Geld, also darf hier nichts schiefgehen und man konzentriert sich auf das Wesentliche, nämlich das Eigenheim. Dass das neue Zuhause mehr ist als nur das Haus selbst, und dass man rechtzeitig auch etwas Zeit in vermeintlich Unwichtiges wie Außenstrom und Licht im Außenbereich investieren muss, ist eine wichtige Erkenntnis — fürs nächste Haus. ;)