Projekt Fertighaus

Carport fertiggestellt

Endlich haben auch unsere Autos und Geräte ein Zuhause

Kaum zu glauben: unser Carport ist endlich fertig! Nach gut drei Monaten, etlichen Verzögerungen und schlechtem Wetter genießen wir nun den Luxus, im Trockenen ein- und ausladen zu können.

Zwar sieht er noch nicht so ansehnlich aus, da er bisher nur mit Schutzfarbe behandelt wurde (weiß gestrichen wird im Frühjahr), aber er steht solide*, bietet genug Platz für zwei Autos und jede Menge Gerätschaften im angeschlossenen Schuppen.

Der Carport: funktional statt schick

Grundkonstruktion des Carports, erste Dachbalken werden angebracht.

Arbeiten an einem kalten Novembermorgen: Noch stehen nicht alle Stützbalken, aber die Querlatten für die Dachkonstruktion werden bereits angebracht.

Wenn man meckern will, kann man dies höchstens über die leicht verzogenen Bretter (durch die Lagerung der letzten Wochen im Freien) und die nicht ganz so schöne Außenoptik (einzeln abgesetzte Bretter statt zum Beispiel horizontal angebrachte, bündig abschließende Latten), aber zum Einen haben wir bewusst nicht die Luxusversion bestellt, und zum Anderen sind wir angesichts des drohenden Winters sehr froh, nicht mehr im Freien parken zu müssen und Platz für unsere Sammlung an sperrigen Geräten (inklusive der schon beschafften Gartenmöbel) zu haben.

Sogar unsere Klingel und Gegensprechanlage hat nun an einem der Carportpfosten einen festen Platz gefunden und muss nicht mehr an einer Holzlatte am Gartenzaun herumhängen (ein Wunder, dass sie noch funktioniert!).

Außen und innen ausreichend Platz

Carport-Grundkonstruktion mit aufgestellten Stützbalken in H-Ankern.

Die Stützbalken wurden in die H-Anker eingesetzt und lassen den Carport-Aufbau bereits erkennen. Hier entsteht später die Wand für den Schuppen.

Der Carport (oder heißt es das Carport?) bietet nun auf rund 6 x 6 m bequem Platz für zwei Autos nebeneinander; der Schuppen selbst ist noch einmal 2 m tief und geht fast über die komplette Breite. Der Elektriker hat im Carport bereits den Stromverteiler gesetzt und den Bewegungsmelder für die Carport-Außenbeleuchtung (LED-Pflastersteine) angeschlossen. Zusätzlich haben wir (nachdem wir schon den Rest der Außenbeleuchtungsplanung verpennt haben) den Carport seitlich mit zwei hellen Neonröhren ausgestattet, falls man einmal im Motorraum arbeiten muss. Auch der Geräteschuppen hat eine große Leuchte bekommen. Schon in den ersten Tagen zeigt sich dabei übrigens, wie wichtig es ist, die Neonröhren nicht „nackt“ anzubringen, sondern durch eine Glasabdeckung zu schützen: wir sind unzählige male beim transportieren sperriger Gerätschaften wie Leitern an die Decke gestoßen und hätten die Leuchtstoffröhre dabei zerstört.

In Heimarbeit wird nun der weitere Ausbau des Carports erfolgen. Dazu gehört, den Zwischenraum zwischen Dach und Schuppenwand mit Kaninchendraht vor nistwilligem Federvieh zu schützen, Regale aufzustellen und eine OSB-Arbeitsplatte an einer der schmalen Seiten einzubauen, auf der man dann kleinere Arbeiten erledigen kann, die man besser nicht im Haus durchführt. Allerdings müssen bis dahin erst einmal die ganzen verbleibenden Arbeiten wie die finalen Malerarbeiten im nächsten Jahr erfolgen. So lange herrscht leider Chaos in dem kleinen Raum (aber wenigstens nicht mehr im Haus :).

Ökopflaster unter dem Carport lässt das Wasser schnell versickern

Fertiger Carport, Rückansicht.

Fast fertig: alle Wände stehen, nur die Grundierung fehlt an manchen Stellen noch. Das Carport-Dach wurde fürs Erste mit Schotter bedeckt.

Übrigens: das Öko-Pflaster erfüllt seinen Job ganz hervorragend. Der Schuppen ist ja unten nicht geschlossen, so dass Regenwassser theoretisch auf dem mit Gefälle verlegten Pflaster durch den ganzen Schuppen hindurchlaufen könnte. Schon in den ersten Tagen zeigte sich aber: selbst bei starkem Regen schafft es das Wasser kaum in den Schuppen; schon nach max. 20cm ist das Wasser im Pflaster und in den Fugen versickert. Und das, obwohl der Regenablauf vom Dach ebenfalls auf das Pflaster führt.

Dabei wirkt sich sicher positiv aus, dass das Dach gemäß der Bauvorschrift für flache Carportdächer mit Kies bedeckt wurde und bepflanzt werden kann. Der Kies und das sehr schwache Gefälle des Dachs verhindert, dass das Wasser sturzbachartig abläuft. Das hat aber auch den Nachteil, dass sich teilweise Pfützen mehrere Tage auf dem Dach halten und gefrieren. Wir wissen nicht, ob das dem Carport schadet — eigentlich liegt ja eine wasserdichte Plane darunter, so dass es unproblematisch sein müsste*. Da müssen wir noch einmal nachfragen.