Projekt Fertighaus

Keller, Fundament und Bodenplatte

Gründung des Fertighauses: Von Energieeffizienz und Stauraum

Die Gründung des Fertighauses spielt eine entscheidende Rolle — ohne gutes Fundament nützt das qualitativ hochwertigste Haus nichts. Wir haben es uns vergleichsweise einfach gemacht und werden ohne Keller nur auf einer Bodenplatte bauen. Für die Einstufung der Energieeffizienz nach EnEV gibt es hier aber erhebliche Auflagen, wenn man z.B. ein Passivhaus bauen will. Die Kosten für die Dämmung können schnell jeglichen Vorteil durch die erwartete Energieeinsparung auffressen und das Bauvorhaben entscheidend verteuern. Eine Isolierung der Bodenplatte von unten (also zwischen Erdreich und Beton) erscheint nach physikalischen Regeln doch ausgesprochen diskussionswürdig, um es vorsichtig auszudrücken. Diese benötigt man aber, will man sein Haus jenseits der KfW-70-Marke positionieren.

Wir hätten uns zwar einen Keller gewünscht, aber eine ordentliche Unterkellerung hätte schnell 50.000 Euro und mehr gekostet — Gespräche mit den zukünftigen Nachbarn zeigten, dass es in der Baugegend wohl einen sehr hohen Grundwasserstand gibt, so dass man einen entsprechend dichten Keller benötigt, der nicht billig ist. Auf keinen Fall hätten wir uns beim Keller auf Kompromisse eingelassen. Dann wäre auch noch eine gewisse Ausbaustufe des Kellers erforderlich gewesen, was zusätzlich Geld gekostet hätte. Bei einem Hauspreis jenseits der 200.000 Euro war uns das schlicht zu teuer, obwohl wir den fehlenden Stauraum sehr vermissen werden. So muss halt der Dachboden als Platz für Kartons und Dinge herhalten, die man länger aufheben will/muss, wobei es uns schon davor graut, Kartons mit Aktenordnern und Büchern auf den Dachboden zu hieven… gut, dass Frick Haus hier eine verbreiterte Dachbodentreppe anbietet — zumindest die werden wir uns gönnen! :)

Apropos Stauraum: wir planen einen Carport mit angegliedertem Schuppen, um solch sperrige Dinge wie Gartengeräte, Fahrräder oder Winterreifen dort aufheben zu können. Die möchte man dann doch nicht auf den Dachboden schleppen…

Bevor die Bodenplatte gegossen oder der Keller gebaut werden kann, sind mehr oder weniger umfangreiche Erdarbeiten nötig. In unserem Fall muss zuvor auch eine Bodenuntersuchung durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass das Erdreich nicht belastet ist (das wäre natürlich eine Katastrophe und stellt ein Risiko dar, denn eine Entsorgung des Erdreichs auf unserem Grundstück könnten wir uns nicht leisten) oder irgendwelche Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg dort lagern. Hier prüfen wir gerade, ob die Erduntersuchung vor dem Kauf des Grundstückes erfolgen kann, um nicht die sprichwörtliche Katze im Sack zu kaufen.

Vor allen Dingen sind die Erdarbeiten ein wesentlicher Faktor der Baunebenkosten: hier benöten Sie auf der Baustelle unter anderem einen Starkstromanschluss und eine Toilette. Die Abfuhr des Erdreichs auf die Deponie kostet zusätzlich Geld; besonders bei einem Keller können hier etliche Kubikmeter anfallen, die je nach Bauplatz richtig teuer entsorgt werden müssen.

Auf dieser Seite fassen wir fortlaufend unsere wichtigsten Erkenntnisse zusammen und referenzieren im Anschluss auf die jeweiligen Blog-Artikel in der Rubrik „Fundament“.

Folgende Artikel wurden bisher unter der Rubrik „Planung“ veröffentlicht: