Projekt Fertighaus

Die Planung für den Bau eines Fertighauses

Von Grundstücken, Grundrissen, Plänen und Projektmanagement

Wer ein Fertighaus bauen will, muss sich schon im Vorfeld mit zahllosen Fragen rund um die Planung beschäftigen: wo soll das Haus stehen? Welche Besonderheiten sind abhängig von Grundstück und Nutzung zu beachten? Welcher Grundriss ist der richtige, was leistet der Architekt, und was muss man als Bauherr selbst übernehmen?

Sie können davon ausgehen, dass Sie meist mehrere Anläufe brauchen, bis der Grundriss Ihres Fertighauses wirklich Ihren Wünschen entspricht. Bei uns hat es drei Runden gedauert, und Sie werden es nicht für möglich halten, wie viele Änderungswünsche Ihnen noch einfallen werden. In unserem Fall haben wir nicht nur den Grundriss noch einmal gespiegelt, sondern das Haus durch zahlreiche Detailänderungen noch einmal um gut 10 m² vergrößert. Wichtig ist, dass Sie sich nach der Vorlage des neuesten Grundrisses durch den Architekten erst einmal Zeit nehmen, Ihr Feedback zu sammeln, bevor Sie den Architekten um Änderungen bitten. Zwei Änderungen des Grundrisses sind bei Frick Qualitätshaus zum Beispiel inbegriffen, aber danach fallen in der Regel Gebühren an.

Leider muss die wesentliche Initiative bei der Hausplanung von Ihnen ausgehen. Der Architekt wird Ihnen zunächst einen Standardgrundriss mitgeben, an dem nur rudimentäre Dinge aus dem ersten Gespräch als Änderungen eingearbeitet sind. Erwarten Sie keine Wunder und kein kreatives Feuerwerk — wenn Sie es etwas extravaganter wollen, müssen Sie selbst Hand anlegen und ihre Vorstellungen entsprechend einbringen. Dabei müssen Sie auch selbst zum Stift bzw. zum Zeichenprogramm auf dem Rechner greifen, um sicherzustellen, dass Ihre Ideen auch verstanden und wunschgemäß in den Bauplan eingearbeitet werden. Dies müssen Sie unbedingt kontrollieren; verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr Architekt mitdenkt. In unserem Fall hatte der Architekt zum Beispiel eine Eckbadewanne vor einem bodentiefen Fenster platziert, was so natürlich nicht funktioniert, und eine Terrassentür zum Garten war plötzlich durch ein normales Fenster ersetzt worden, obwohl das so nie gefordert war.

Positiv bei der ganzen Planung ist natürlich, dass Sie Ihre Ideen auch einbringen können. Die hohe Standardisierung im Fertighausbau erlaubt auch eine sehr hohe Flexibilität, mit der Sie Bauelemente kombinieren können. Ob eine Wand einen Meter oder zwei Meter lang ist, ist in der Herstellung (abgesehen von den Kosten) nicht von Belang. Die Zeiten, in denen es Fertighäuser nur von der Stange gab, sind zum Glück lange vorbei und werden nur noch von hartgesottenen Massivbauverfechtern kolportiert.

Wir empfehlen Ihnen außerdem, sich das Grundstück genau anzusehen, bevor Sie das Haus planen. Uns fiel zum Beispiel im Nachhinein erst auf, dass die „Schokoladenseite“ des Gebäudes — Terrasse, Wohnzimmer mit großen Glasflächen, etc. — genau auf eine einen Meter hohe Betonwand des Nachbarn starren würde, während das Grundstück auf der gegenüberliegenden Seite einen viel schöneren Ausblick bot. Zum Glück ist die Spiegelung des Grundrisses bei den meisten Fertighausherstellern, so auch bei Frick Fertighaus, kostenfrei. Achten Sie also insbesondere auf Gefälle, Perspektive zu den Nachbarn, Sonneneinfall und Lage zur Straße. So kann eine lange Auffahrt sinnvoll sein, geht aber bei den Quadratmeterpreisen für Pflastersteine von 25 Euro pro Quadratmeter schnell ins Geld. Möchten Sie auf Photovoltaik, also Solarelemente zur Stromerzeugung, auf dem Dach setzen, spielt die Ausrichtung und Form des Dachs eine entscheidende Rolle. Ein Dachfirst eines klassischen Satteldaches in Nord/Süd-Richtung, wie in unserem Fall, schließt eine sinnvolle Nutzung von Solarpaneelen de facto aus.

Das Grundstück und die Lage des Hauses entscheidet darüber, welche Kosten Sie für die Außenanlagen ansetzen müssen. Wir haben bei 560 m² mit 10.000 Euro inkl. Carport und zwei Stellplätzen geplant, was schon eng ist —
möchten Sie Ihr Grundstück schön bepflanzen, sollten Sie dies in die Planung und die Kostenberechnung zur Finanzierung Ihres Fertighauses mit einbeziehen.

Zwar hat man bei einem Fertighaus den großen Vorteil, dass weniger Gewerke auf der Baustelle koordiniert werden müssen und somit das Risiko geringer ist, dass etwas fundamental daneben geht, aber dennoch müssen Sie das Bauvorhaben wie ein Projekt managen, wenn Sie keinen Bauleiter einsetzen (das lohnt sich bei Fertighäusern eigentlich auch nicht). Richten Sie sich darauf ein, insbesondere während der Planungsphase viel Energie investieren zu müssen, damit alle Termine zur Hausplanung und Baufinanzierung verzögerungsfrei stattfinden können. Wichtige Informationen zu den benötigten Unterlagen finden Sie ebenfalls auf der Baufinanzierungsseite.

Auf dieser Seite fassen wir fortlaufend unsere wichtigsten Erkenntnisse zusammen und referenzieren im Anschluss auf die jeweiligen Blog-Artikel in der Rubrik „Planung“.

Folgende Artikel wurden bisher unter der Rubrik „Planung“ veröffentlicht: